Bremen. Natürlich.

Bremen. Natürlich.

Hotelempfehlungen aus der Region

Titelbild: Marktplatz – Schütting / ©Hans-Joachim Harbeck / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Ob Wasser, frische Luft oder grüne Wiesen – Bremen ist eng verbunden mit den Elementen. Sie fließt mitten durchs Herz der Metropole und hat Bremen als Handelsweg überhaupt erst zu der stolzen Hansestadt gemacht, die es ist: die Weser. Die Nähe zum Fluss und der grünen Natur prägt das Leben der Bremer. Sie genießen ihren Feierabend an der Weserpromenade Schlachte oder radeln sonntags durch das angrenzende Blockland. Sie joggen im Bürgerpark oder fahren mit dem Schiff zu Spielen ihres Lieblingsvereins, Werder Bremen, im Weserstadion.

Schlachte – Alexander von Humboldt / ©Michael Bahlo BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Leben am Fluss

Das Seefahrer-Flair ist bis heute lebendig und für Touristen von besonderem Reiz. Mit der Weser auf Tuchfühlung gehen die Bremer und ihre Gäste an der Uferpromenade Schlachte. Insbesondere bei schönem Wetter pulsiert hier das Leben der Stadt. Ungewöhnliche Ausblicke und maritimes Ambiente bieten auch die wachsende Überseestadt, zu der sich Bremens alte Hafenreviere fortentwickeln und der nördliche Stadtteil Vegesack mit seiner Maritimen Meile.

Kohlfahrt / ©BTZ Bremer Touristik-Zentrale

An der Weserpromenade Schlachte treffen sich bei schönem Wetter Bremer und Auswärtige direkt am Fluss. Von den Terrassen und Gärten einer vielfältigen Gastronomie aus lässt sich der Blick aufs Wasser genießen. Historische und moderne Schiffe säumen den Kai und lassen Urlaubsstimmung aufkommen. Etwa 2.000 Sitzplätze stehen den Gästen während der Sommersaison in den Bier- und Sommergärten an der Schlachte zur Verfügung. Im Sommer ist der Ausschank draußen bis Mitternacht erlaubt. Auch auf dem Wasser geht es in Bremen kulinarisch zu: An Bord der Schiffe vor der Schlachte erwartet die Besucher eine abwechslungsreiche Gastronomie von Cocktails auf dem Betonschiff Treue bis hin zur „piratischen“ Atmosphäre auf dem Pannekoekschiff Admiral Nelson. Kunst und Kultur gibt es auf dem Theaterschiff und übernachten lässt es sich vorzüglich auf einem der Hotelschiffe. Auf große oder kleine Fahrt geht es am Martinianleger an der Schlachte: Im Sommer schippern die Fahrgastschiffe täglich weserauf- oder weserabwärts. Von hier aus geht es zum Beispiel zur Weser- und Hafenrundfahrt, auf Frühstücks- oder Candlelightfahrt, zur „Kohl und Pinkel“-Tour auf dem Wasser oder zur „Weser-Bord-Party“.
Nur eine kurze Fährfahrt entfernt liegt auf der anderen Weserseite ein Sandstrand mitten in der Stadt. Hier können sich Sonnenanbeter bräunen lassen und Kinder Sandburgen bauen. Im warmen Sand liegend macht es noch einmal doppelt so viel Spaß, den Ausflugsschiffen auf der Weser hinterherzugucken oder auch die Ruderer und Drachenbootpaddler in ihren Booten anzufeuern.

Übersee-Museum Bremen – Asien / ©Matthias Haase Übersee-Museum Bremen

Noch etwas weiter weserabwärts treffen Geschichte und Moderne des maritimen Bremens aufeinander. In der Überseestadt entstehen auf einem der größten Baugebiete Europas aus einem alten Hafengelände zeitgemäße Wohn-, Arbeits- und Freizeitquartiere. Durch die verlängerte Uferpromenade Schlachte über das Stephaniviertel bis ins Hansequartier der Überseestadt ist der beständig wachsende Bezirk bei einem entspannenden Spaziergang entlang der Weser zu erreichen. Auch für Radtouristen bietet sich die kurze Tour an der Weser entlang an, und von Mai bis September verkehrt ein Schiffshuttle vom Martinianleger über den Europahafen in der Überseestadt bis in den Norden Bremens.
Schiffe, Warenumschlag und Seebären-Raubeinigkeit prägten einst die Hafenreviere und ihre Menschen. Damit ist die Überseestadt der ideale Standort für das Hafenmuseum im Speicher XI. In unmittelbarer Nähe eines zugeschütteten Hafenbeckens beleuchtet das Museum die letzten 120 Jahre Bremer Hafengeschichte mit dem Ziel, historische Ereignisse, persönliche Erinnerungen und Emotionen spannend zu veranschaulichen und nachvollziehbar zu machen.
Weiter flussabwärts im Nordbremer Stadtteil Vegesack werden die maritimen Traditionen besonders gepflegt. Hier, wo vor fast 400 Jahren der erste künstliche Hafen Deutschlands entstand, präsentiert sich die 1.852 Meter lange Maritime Meile rund um Museumshaven, Kapitänshäuser und Signalstation entlang der Weser. Seit 1996 liegt hier außerdem das einzig erhalten gebliebene Vollschiff der deutschen Schifffahrtsgeschichte, die „Schulschiff Deutschland“, die heute Platz für Übernachtungen, Tagungen und Trauungen anbietet.
Außerdem ist Vegesack alljährlich Schauplatz maritimer Veranstaltungen: Rund um den ehemaligen Heimathafen der größten deutschen Heringfangflotte und einer Walfangflotte, findet zum Beispiel alljährlich im August das Festival Maritim statt. Es präsentiert Sea-Songs und Shanties aus aller Welt bei einem Musikereignis zwischen Kunst, Kultur und Kuriosem im Bremer Norden. Bands aus Deutschland und der ganzen Welt sowie regionale Shanty-Chöre verwandeln Vegesack drei Tage lang in eine maritime Open-Air-Bühne.
Etwas beschaulicher geht es bei einer Bootstour der besonderen Art zu: Torfkahn „Jan von Moor“ schippert seine Gäste durch den Norden und Nordosten Bremens. Die Torfkahnfahrt führt vom Findorffhafen direkt am Bürgerpark entlang einem jahrhundertealten Weg durch unwegsame Moor- und Feuchtgebiete. Eine Tour wie gemacht, um einen geselligen Ausflug mit Freunden zu erleben und bei geruhsamer Fahrt einfach mal die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen.

Nah-Erholung in Bremen immer „ganz dichte bei“

Bremen ist grün. Nicht nur weil die beiden Aushängeschilder der Hansestadt – der Fußballverein Werder Bremen und die Traditionsbrauerei Beck und Co. – diese Farbe zur Hausmarke gemacht haben. Das Stadtbild besticht vielmehr durch üppige Grünflächen, idyllische Parks und bezaubernde Gärten.
Im Herzen der Stadt liegt der Bremer Bürgerpark. Er zählt zu den bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands und umfasst mit dem angrenzenden Stadtwald eine Gesamtfläche von über zweihundert Hektar. Gleich hinter der ÖVB-Arena beginnend, ist er ein Paradies für Wanderer, Müßiggänger und Freizeitsportler. Jogger finden ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten vor, und Biergärten laden zu einer Erfrischung während einer Fahrradtour ins Bremer Umland ein. Ein ausgeprägtes Wegenetz verleitet zu Spaziergängen vorbei an Kinder-Spielplätzen, einem Tiergehege und einem Minigolfplatz. Auf unzähligen Liegewiesen können sich die Besucher des Parks entspannen oder das Gelände bei einer Bootstour erkunden.
Ein ebenso schöner Landschaftsgarten liegt in den historischen Wallanlagen. Wie ein grünes Band umschließen sie das Stadtzentrum Bremens. Mit ihren sanft ansteigenden Hügeln, dem sich malerisch schlängelnden Wallgraben und einem gut erhaltenen Baumbestand sind die Wallanlagen für die Bremer Bürger seit über zweihundert Jahren ein nicht wegzudenkender Erholungsraum mitten im Zentrum der Stadt. Einen schönen Blick auf die Anlage bietet das Restaurant in der Mühle am Wall.

Universum Bremen / ©Universum Bremen

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus ist der Rhododendronpark eine Attraktion. Der in Deutschland einmalige Park beherbergt rund 550 der weltweit insgesamt 1.000 wild vorkommenden Rhododendron-Arten; dazu noch einmal je rund 1.000 verschiedene Zucht-Sorten von Rhododendren und Azaleen. Seit Sommer 2003 lädt hier „botanika“, das grüne Science Center, mit seiner Vielfalt und Faszination zu ganz außergewöhnlichen Entdeckungen in drei Etappen ein: Entdeckerzentrum, Himalaya/Borneo und Japanischer Garten. Die authentisch nachgebildeten Erlebnislandschaften zeigen die Rhododendren in ihrer vollen Blütenpracht an ihrem natürlichen Standort. Die Darstellung vermittelt mit kleinen Brücken, Gewässern, einem Wasserfall und Felsen die Verbindung von Mensch, Kultur und Natur auf einzigartige Weise.
Knoops Park in St. Magnus, einem Nordbremer Ortsteil, ist eine der schönsten Parkanlagen in Bremen. Er ist benannt nach dem Textil-Kaufmann Ludwig Knoop. Viele ausländische Gehölze, freie Wiesenflächen, ein ausgedehntes Wegenetz und eine ausgeprägte Geländemodellierung bestimmen das Bild. Zum Park gehört ein Blindengarten, der Sehbehinderten durch Tafeln in Blindenschrift die Gelegenheit gibt, die verschiedenen Pflanzen kennenzulernen.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen lässt sich seit nunmehr zwanzig Jahren von der einzigartigen Atmosphäre in Knoops Park faszinieren. Seit 1995 finden hier Open-Air-Konzerte mit klassischer Musik statt. Titel der beliebten Veranstaltung ist „Sommer in Lesmona“, benannt nach dem bekannten Briefroman von Marga Berg, der hier spielte. Auch heute hat ein musikalischer Ausflug zum „Sommer in Lesmona“ nichts von seiner Magie verloren: Geboten werden Erholung, Musik-Genuss und Vergnügen für Klassik-Liebhaber, Lebenskünstler und die ganze Familie.
Doch auch das Bremer Umland fügt sich ein in das grüne Stadtbild: Immer einen Ausflug Wert ist das Bremer Blockland, das sich nahtlos nördlich an Bürgerpark und Stadtwald anschließt. Neben grasenden Kühen und schier endlos weiten Feldern reihen sich hier an den Deichen idyllische Gasthöfe und traditionelle Landwirtschaftsbetriebe aneinander. Auf Holzbänken und im Schatten der Bäume lässt sich hier selbstproduziertes Bio-Eis genießen und den Bauern kann beim Melken der Kühe über die Schulter geschaut werden. Nicht nur im Sommer lohnt sich ein Besuch dieses naturnahen Quartiers.
Der Internet-Tourenplaner der Bremer Touristik-Zentrale bietet die Möglichkeit, Bremen und sein Umland auf umweltbewusste Weise individuell und bequem kennenzulernen. Die verschiedenen Routen zeigen die attraktivsten Radstrecken, auf denen es nebenher viel Spannendes und Sehenswertes zu entdecken gibt.

www.bremen-tourismus.de

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