Die Kaiserbäder auf Usedom

Die Kaiserbäder auf Usedom

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Titelbild: © Andreas Dumke

Wenn die Berliner von der Insel Usedom reden, sprechen sie auch von „ihrer Badewanne“. Typisch Berliner. Wer angibt, hat eben mehr vom Leben. Dieser Ausspruch hat aber seine Bewandtnis und ist nicht zuletzt auf die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zurückzuführen. Denn wer in Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts etwas auf sich hielt, verlebte den Sommer auf der Sonneninsel an der Ostsee.

Foto: © Henry Boehm

Natürlich in exponierter Lage, in Strandnähe und in schönen Villen. Hier trafen sich Künstler, Schauspieler, Industrielle und natürlich die Ministerialbürokratie des Deutschen Kaiserreiches. Sehen und gesehen werden, lautete die Devise. Positiver Nebeneffekt der Berliner Insel-Invasion: Es entstanden extravagante Villen, die sich entlang der Promenaden zu einer architektonischen Perlenkette am Meer aneinander reihten. Das war der Beginn für einen Baustil, der später unter dem Begriff Bäderarchitektur subsumiert wurde.
So entstand vor allem in diesen drei Orten ein prosperierendes Badewesen, das sich bis in die heutige Zeit weiter entwickelt. Der Name Kaiserbäder geht wohl übrigens auf die Vorliebe Kaiser Wilhelms II. zurück, der das milde Inselklima sehr mochte und öfters in diesen Orten residierte, in denen auch die markanten Seebrücken entstanden. Die 12 Kilometer lange Strandpromenade, die die drei Kaiserbäder und das polnische Seebad Swinemünde (polnisch: Świnoujście) verbindet, ist die längste ihrer Art in Europa.
Der Promenadenabschnitt von Ahlbeck besticht durch liebevoll und aufwendig angelegte und gepflegte Grünanlagen und durch eine malerische Kulisse stilvoller Villen, in denen kleine Geschäfte und Gaststätten zum Stöbern, Kaufen und Verweilen einladen.

Foto: © Mandy Knuth

Auf dem Konzertplatz finden regelmäßig Musikveranstaltungen statt und für die kleinsten Besucher gibt es aktive Betätigungsmöglichkeiten wie Minigolf, Inlineskaten und Skateboarding.

Entlang der Promenade kann man sich auch kutschieren lassen oder den Kaiserbäderexpress im Stil einer Tschu-Tschu-Bahn besteigen und den Ort aus einer ganz anderen Perspektive besichtigen.
Und dann gibt es da noch das alte Ahlbeck. Das Ahlbeck, das es schon vor der Zeit des Badewesens gab. Hier sind die Häuser teils noch mit Reet gedeckt. Klein und urig wirken die ehemaligen Fischerkaten. Eines der ältesten Häuser des Seebades steht hier und kann sogar besichtigt werden. Es beherbergt die Galerie Köpp.

Foto: © Andreas Dumke

Doch egal ob entlang der Stresemann-, Bismarck-, Ritter-, Goethe- oder Kaiserstraße – die schönen Villen und Häuser der Bäderarchitektur gehören genauso untrennbar zu Ahlbeck wie der Fisch, den man fangfrisch und geräuchert inmitten der Dünen bei den Fischern verschmausen kann. Das alles vermischt das Damals und das Heute zu einem unvergleichlichen Flair.
Die Insel Usedom und damit auch die Kaiserbäder erreicht man übrigens auch aus der Luft. Am Flughafen in Heringsdorf starten und landen Linienmaschinen. Angeboten werden aber auch Pauschal- und Städteflugreisen sowie Inselrundflüge.

www.kaiserbaeder-auf-usedom.de

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