Kulturelle und kulinarische Superlative: Das Bayerische Golf- und Thermenland

Kulturelle und kulinarische Superlative: Das Bayerische Golf- und Thermenland

Hotelempfehlungen aus der Region

Titelbild: Kleine Isar, St. Martinskirche und Burg Trausnitz in Landshut / Foto Cookiemovies

Bei seinen Besuchern punktet das Bayerische Golf- und Thermenland nicht nur mit einem einmaligen Gesundheitsangebot. Auch kulturelle und kulinarische Superlative tragen zum lang anhaltenden Urlaubserlebnis bei.

Mallersdorf Kloster / Foto Helmlechner

Klöster und Kirchen – Bier und Barock

Nirgendwo in Deutschland erleben Urlauber traditionelle Bierkultur so unverfälscht und vielseitig wie hier, wo 1516 in Landshut das bayerische Reinheitsgebot erlassen wurde. Im 900 Jahre alten Kloster Mallersdorf lebt die bierbrauende Ordensschwester Doris. Sie ist zuständig für das feinherbe Mallersdorfer Helle und das ungefilterte Zoigl, das im Kloster gebraut wird. Das Kloster Weltenburg im malerischen Donaudurchbruch nahe Kelheim beherbergt die älteste Klosterbrauerei der Welt. Doch nicht nur das süffige Dunkelbier, das bereits zweimal mit dem World Beer Award ausgezeichnet wurde, ist einen Abstecher wert, auch die prächtige Klosterkirche St. Georg beeindruckt ihre Besucher. Erschaffen haben das Prachtstück die weltbekannten Gebrüder Asam, die in der Region die nicht minder imposante Marienkirche in Rohr sowie die Innengestaltung der Marienkirche Mariä Himmelfahrt in Aldersbach und die Basilika in Altenmarkt in Osterhofen im prachtvollen Hochbarockstil geprägt haben. Architekturliebhaber kommen auch bei der Weißbierbrauerei Kuchlbauer in Abensberg auf ihre Kosten. Hier steht die berühmte „Bierblume“, ein Turm, gebaut nach Plänen des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Nicht um eine Brauerei, aber doch um Bier geht es auch in der Kirche St. Corona bei Pfeffenhausen. Das Besondere hier ist der so genannte Schlupfaltar: Vor der Hopfenernte schlüpften die Gläubigen durch ein Loch im Altar, um so vor Rückenschmerzen bei der Hopfenernte verschont zu bleiben.

Hopfenspargel und Gurkenflieger – Raritäten aus der kulinarischen Schatztruhe

Das weltweit größte Hopfenanbaugebiet, die Hallertau, bietet im Frühjahr eine ganz besondere Delikatesse: Hallertauer Hopfenspargel. Das sind die aufwändig geernteten jungen Triebe der Hopfenpflanze, die zu Suppe, Salat oder auch Hopfeneis verarbeitet werden. Spargel gibt es ebenfalls. Die zwei großen Anbaugebiete, Abensberg und der Gäuboden, mit knapp 600 Hektar Anbaufläche für die edlen Stangen zählen zu den größten in Bayern. Ein weiterer Superlativ ist Europas größtes Gurkenanbaugebiet, das ebenfalls in der Region beheimatet ist. Auf 1.200 Hektar Anbaufläche werden im Ferienland Dingolfing-Landau jedes Jahr 70.000 Tonnen Einlegegurken mit den sogenannten Gurkenfliegern geerntet und nahezu weltweit ausgeliefert.

Aldersbach Klosterkirche innen / Foto Tourist-Information Passauer Land

Zeitzeugen erleben und Gegenwart genießen in den Dom- und Herzogstädten

Wie eine spitze Nadel tut er sich zwischen den Hügeln hervor: Mit 131 Metern ist der Ziegelturm der Landshuter Stiftsbasilika St. Martin weltweit der höchste seiner Art. Hartnäckig hält sich seit Jahrhunderten das Gerücht, dass die Landshuter nur deshalb so hoch gebaut haben, um dem Herzog auf der über der Stadt liegenden Burg Trausnitz in die Suppenschüssel schauen zu können. Doch Landshut ist nicht nur wegen seiner 800-jährigen Geschichte und vielen Baudenkmälern beliebt, sondern überzeugt auch als hervorragender Wirtschaftsstandort und Shopping-Dorado für Modelabels, Kunsthandwerk und Design-Artikel.
Im über 750 Jahre alten Dingolfing im Isartal gilt die 1410 erbaute Herzogsburg als das besterhaltene Baudenkmal jener Zeit in Niederbayern. Das im Rottal gelegene Pfarrkirchen lockt Besucher mit der ältesten Trabrennbahn Bayerns und seinen vielen Künstlern, Ausstellungen und Konzerten. In Straubing wiederum bietet der Stadtplatz den perfekten Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die lebendige Herzogstadt und einen Besuch des Gäubodenmuseums, das mit seinem „Römerschatz“ einen der bedeutendsten deutschen Römerfunde beherbergt.
Der seit dem Jahr 1316 in drei Jahrhunderten emporgewachsene gotische Stadtturm, Straubings Wahrzeichen, ist im Rahmen von Führungen begehbar. Donauabwärts wartet die Dreiflüssestadt Passau mit ihrer berühmtesten Sehenswürdigkeit auf, dem Stephansdom. Hier erklingt die größte Domorgel der Welt, die aus fünf Einzelorgeln mit 17.974 Orgelpfeifen und 233 Registern besteht.

Fassbier, Feuerwerk und Festivals

Heiterer Übermut ist es, was die niederbayerischen Feste auszeichnet. Das Straubinger Gäubodenvolksfest wird bereits seit über 200 Jahren gefeiert. Neben dieser zweitgrößten Wiesn Bayerns mit jährlich rund 1,2 Millionen Besuchern, machen auch das Bad Griesbacher Karpfhamer Fest im September mit seinem großen Reitturnier und dem Zehnerzug sowie „der Gillamoos“ in Abensberg von sich reden. Glanzpunkte des Veranstaltungskalenders sind auch die jeweils im vierjährigen Turnus stattfindenden mehrtägigen Festspiele wie die Landshuter Hochzeit, deren prachtvoller Umzug mit Gauklern, Jongleuren und Musikanten aufwändig und detailgetreu die Hochzeit der polnischen Königstocher Hedwig mit dem Landshuter Herzogssohn Georg im Jahre 1475 nachspielt. Die Straubinger Agnes Bernauer-Festspiele erzählen von der tragisch-romantischen Liebesgeschichte der Baderstochter Agnes Bernauer zu Herzog Albrecht III. Einen Abstecher lohnen auch die jährlich stattfindenden Festivals wie das vielseitige Bad Füssinger Kulturfestival, die internationalen Europäischen Wochen in Passau und das fulminante Feuerwerk über der Donau – die „Donau in Flammen“ in Vilshofen.

www.bayerisches-thermenland.de

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