Planstadt Eisenhüttenstadt

Planstadt Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt nimmt unter allen Städten Ostdeutschlands eine Sonderstellung ein, denn Eisenhüttenstadt wurde als „erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden“ am Reißbrett konzipiert und auf der „Grünen Wiese“ errichtet, zwischen der über 750 Jahre alten Stadt Fürstenberg/O. und den Dörfern Schönfließ und Diehlo.

Friedrich-Wolf-Theater

Grund für den Bau der sozialistischen Musterstadt war 1951 die Errichtung des ersten Eisenhüttenwerkes in der ehemaligen DDR. Schon der Stadtname zeigt die enge Verbundenheit von Stadt und Werk, die auch heute noch den Pulsschlag der Region bestimmt. Das als Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) bekannte Werk ist heute eines der modernsten Flachstahlproduzenten in Europa und ein erfolgreiches Mitglied des Weltkonzerns ArcelorMittal.

Stadtfest / Foto: COMPACTTEAM gmbH

Aber in Eisenhüttenstadt gibt es nicht nur die mächtige Silhouette aus Kühltürmen, Hochöfen und Stahlwerk, die der Stadtname impliziert, sondern eine grüne Insel, viel Wasser und Kunst. Unter Denkmalschutz stehend und einzigartig in Deutschland ist das städtebauliche Areal, das den Aufbau und das Ende der DDR anhand der Architektur skizziert – von prächtigen Wohnbauten in nationaler Bautradition bis zu einfachen Arbeiterquartieren, die größtenteils aufwendig saniert wurden. Auch die etwa 100 Plastiken im Freien Raum namhafter Künstler, die zahlreichen Mosaike und die Gestaltungsvielfalt der Fassaden machen einen Gang durch die Stadt zu einem besonderen und unvergesslichen Erlebnis.

Skulptur vor der TI / Fotograf: Florian Läufer

Über die Geschichte der Stadt, die im Übrigen bis 1961 Stalinstadt hieß, informiert das Städtische Museum mit seiner Galerie, die über eine kulturhistorische bedeutsame Kunstsammlung verfügt. Den DDR-Alltag zu erforschen und in wechselnden Ausstellungen darzustellen, ist Ziel des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR, das sich in einer ehemaligen Kindertagesstätte befindet – ein klassizistisch anmutendes Gebäude. Einmalig in Brandenburg ist die Sammlung historischer Löschfahrzeuge und Kleintechnik im Feuerwehr- und Technikmuseum.

Fotograf: Florian Läufer

Das größte Erholungsgebiet der Stadt ist die „Insel“, die nahe dem Stadtzentrum liegt, eingebettet inmitten zweier Arme des Oder-Spree-Kanals. Hier befindet sich fernab der Zivilisationshektik eine gepflegte Parkanlage mit Sport- und Spielplätzen, Tiergehege, Minigolfanlage, Skateboardbahn und eine Schwimmhalle, die zu einem Erlebnisbad ausgebaut wurde.
In den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Radwege entstanden und ausgebaut worden, die zum Teil ohne jeden Autoverkehr ausschließlich für Radfahrer angelegt wurden und bestens befahrbar sind. Natur und Kultur grenzenlos entlang der Neiße und Oder mit Blick zum Nachbarland Polen erlebt man auf dem zertifizierten Oder-Neiße-Radweg. Eisenhüttenstadt ist eine empfehlenswerte Station auf der 282 km langen Tour. Die Route führt durch den historischen Ortsteil Fürstenberg, hier lockt mit idyllischen Winkeln der alte Fischerkiez am Oder-Spree-Kanal zum Verweilen, die gotische Pfarrkirche (14. Jh.), das Ensemble um das Rathaus und die engen Gassen mit den liebevoll restaurierten Häusern sind ebenfalls sehenswert.
Im Ortsteil Fürstenberg zweigt der Oder-Spree-Kanal zu den Berliner Gewässern ab. Das ist besonders für Freizeitkapitäne eine wichtige Wasserwegekreuzung. Von hier aus bestehen die besten Voraussetzungen für Wassersportfreunde, von Berlin die naturbelasse Flusslandschaft der Oder bis zur Ostsee zu erkunden. Ein besonderes Erlebnis ist die Durchfahrt der Eisenhüttenstädter Zwillingsschachtschleuse. Dieses einmalige technische Baudenkmal überwindet einen Höhenunterschied von 14 m und kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Nikolaikirche Fürstenberg (O)

Es gibt noch so viel mehr zu entdecken in der Stadt, der Gegensätze – zwischen Moderne und Tradition. Das hat auch der US-Schauspieler Tom Hanks empfunden und wird nicht müde über unsere besondere Stadt begeistert zu erzählen. Er hat Eisenhüttenstadt den Namen „Iron-Hut-City“ gegeben und wir haben es uns nicht nehmen lassen, es jedem zu erzählen…

Rathaus Außenansicht / Fotograf: Florian Läufer

So könnte ein perfekter Tag in Eisenhüttenstadt aussehen:

Variante 1: Die Planstadt

Stadtführung
Lassen Sie sich ca. 2 Stunden von unseren Stadtführern begeistern und erleben Sie die Vielfalt Eisenhüttenstadts zwischen Idylle und Betriebsamkeit. Sie lernen das größte Flächendenkmal Deutschlands kennen.

Mittagessen im Restaurant „Aktivist“,
Eine traditionelle Gaststätte im neoklassizistischem Ambiente. Zu DDR-Zeiten war der „Aktivist“ die erste Adresse in Eisenhüttenstadt. In die damalige Großgaststätte kamen Menschen aus ganz Ostdeutschland um dort zu essen und zu tanzen. Heute nach fast 20 Jahren Leerstand und aufwendiger Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes, wird im Aktivist Restaurant „Schwemme“ wieder für Ihr leibliches Wohl gesorgt. Lassen Sie sich verwöhnen, denn hier kocht noch der Chef persönlich.

Besuch des Dokumentationszentrums „Alltagskultur der DDR“
Tauchen Sie nach dem Mittagessen in die Politik und Gesellschaft der DDR ein. Erleben Sie in den einzelnen Ausstellungsbereichen die unterschiedlichen Seiten des DDR-Alltags.

Variante 2: Kontraste einer Stadt

Stadtführung im historischen Ortsteil Fürstenberg (Oder)
Bei der 1stündig geführten Stadtführung durch die Altstadt Fürstenberg bekommen Sie – im Vergleich zur Planstadt der 50er Jahre – einen völlig anderen Eindruck von Eisenhüttenstadt. Hier begann im 13. Jahrhundert die Geschichte der Stadt.

Im Anschluss empfehlen wir die Besichtigung der Nikolaikirche mit Besteigung des Kirchturms. Die gotische Pfarrkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der dreischiffige Bau wurde als Hallenumgangskirche erbaut. Ab 1992 begann der Wiederaufbau der 1945 zerstörten Kirche. Den Kirchturm können Sie besteigen und haben so einen wunderschönen Ausblick über die Oder bis weit nach Polen.

Mittagessen im Restaurant „Bollwerk 4“ im Deutsches Haus
Einen kulinarischen Gaumenschmaus sowie hervorragenden Service erleben Sie in einem der besten Restaurants Brandenburgs, das sich nur wenige Gehminuten von der Nikolaikirche auf dem Markplatz befindet. Das „Bollwerk 4“ erhielt zum wiederholten Male die Auszeichnung im „Gault & Millau“ und hat somit die Ehre im Restaurantführer mit 13 Kochmützen erwähnt zu werden.

Besuch des Städtischen Museums (Stadtgeschichte und Galerie)
Hier erfahren Sie interessante Episoden u. a. von der frühen Besiedelung der Oderauenlandschaft, der Geschichte der Glasindustrie in Fürstenberg (Oder) und des zweitgrößten Kriegsgefangenenlagers in Brandenburg – STALAG III B aber auch von den traditionellen Gewerken und der industriellen Entwicklung der Planstadt Eisenhüttenstadt. Die dazugehörige Galerie verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Kunst der DDR: Malerei, Grafik und Kleinplastiken.

Besuch des Feuerwehr- und Technikmuseums
Als Abschluss empfehlen wir Ihnen den Besuch des Feuerwehr- und Technikmuseums, das sich ebenfalls im Ortsteil Fürstenberg befindet. Die Sammlung zählt zu den bedeutendsten in Deutschland. Tauchen Sie ein in das Feuerlöschwesen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

Wir freuen uns, wenn wir für Sie Ihren perfekten Tag in Eisenhüttenstadt organisieren dürfen, den wir selbstverständlich für Sie ganz individuell zusammenstellen.

Titelbild: Wandbild von Walter Womacka / Fotograf Florian Läufer

Tourismusverein Oder-Region
Eisenhüttenstadt e. V.
Lindenallee 25
15890 Eisenhüttenstadt
Tel-Nr.: 03364 41 36 90
www.tor-eisenhuettenstadt.de
tor-eisenhuettenstadt@t-online.de

  

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