Leipzig – ein Stadtportrait

Leipzig – ein Stadtportrait

Hotelempfehlungen aus der Region

Titelbild: Leipziger Skyline / Foto: Andreas Schmidt, www.leipzig.travel.de

Shopping und Gastronomie

Das heutige Leipzig präsentiert sich als dynamische Wirtschafts- und Kulturmetropole in Mitteldeutschland. Das Herz der Stadt schlägt in dem nur etwa ein Quadratkilometer großen, kompakten Zentrum. In den nach 1990 sorgfältig restaurierten historischen Messepalästen und Passagen laden heute Geschäfte, Restaurants und Cafés in großer Zahl zum Bummeln und Verweilen ein. Ein besonderer Tipp für Shoppingfreunde ist der Leipziger Hauptbahnhof. Er ist nicht nur einer der größten Kopfbahnhöfe Europas sondern beherbergt seit 1997 auch eine Shopping Mall mit etwa 140 Geschäften und Dienstleistern, die bis 21 Uhr geöffnet haben.

Hauptbahnhof Promenaden Foto: Andreas Schmidt, www.leipzig.travel.de

Ein besonderes Ausgeherlebnis bieten die verschiedenen Kneipenmeilen der Stadt. In unzähligen Szenerestaurants und Bars kann man die Freisitzkultur der Stadt voll genießen. Der Drallewatsch (Bereich um das Barfußgäßchen), das Schauspielviertel (Bereich um die Gottschedstraße) und die KarLi (Bereich um die Karl-Liebknecht-Straße) sind Begriffe für Erlebnis, Gastronomiekultur und Unterhaltung im Herzen der Stadt. In den 450 Jahre alten unterirdischen Gewölben der Moritzbastei residiert Europas größter Studentenclub, der in lockerem Ambiente Tanz, Konzerte und Gastronomie für Jung und Alt bietet. In Leipzig kann man also rund um die Uhr etwas erleben!

Sehenswertes und Einmaliges

Eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten erschließt sich Leipzigs Besuchern schon beim Spaziergang durch die fußgängerfreundliche Innenstadt. In der Mädler Passage, die seit Jahrhunderten als vornehmste Flaniermeile der Stadt gilt, hat der berühmte Auerbachs Keller sein Domizil. Seit 1525 wird hier Wein ausgeschenkt. Bekannt wurde der Keller vor allem in Verbindung mit der Legende von Faust und Mephisto, die durch den deutschen Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe unsterblich gemacht wurde. Im Café-Restaurant Zum Arabischen Coffe Baum, einem der ältesten „Kaffee-Tempel” Europas, war einst Robert Schumann Stammgast. Das Museum im Haus beherbergt eine Ausstellung zur Geschichte des Kaffees und der „Kaffee-Sachsen”.
Am Markt steht das Alte Rathaus, eines der eindrucksvollsten Renaissancebauwerke in Deutschland. Auf der Rückseite befinden sich die Alte Handelsbörse und das Goethedenkmal. Goethe verbrachte in Leipzig seine Studentenjahre und nannte die Stadt liebevoll sein ”Klein-Paris”. Die Nikolaikirche als älteste und größte Leipziger Kirche ist seit 1989 auch als Ausgangspunkt der „Friedlichen Revolution” bekannt. Hier fanden (und finden) die Friedensgebete statt, aus denen sich die Montagsdemonstrationen entwickelten, die schließlich die Einheit Deutschlands herbeiführten.

Musik und die Museen

Der Weg wird jeden Besucher auch in die Thomaskirche führen, wo der weltbekannte Thomanerchor seinen Ursprung hat und wo einst Johann Sebastian Bach 27 Jahre lang als Thomaskantor wirkte. Sein Grab befindet sich im Altarraum der Thomaskirche. Gegenüber der Thomaskirche befindet sich das Bach-Museum. Ein besonderes Erlebnis bieten die Sonntagskonzerte im Mendelssohn-Haus, dem ehemaligen Wohnhaus des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Es ist das weltweit einzige Mendelssohn-Museum.
Der Augustusplatz vereint gleich zwei Leipziger „Musentempel”: Das Opernhaus und das Gewandhaus. In beiden Häusern spielt übrigens das seit über 250 Jahren bestehende, berühmte Leipziger Gewandhausorchester. An das Künstlerpaar Robert und Clara Schumann wird im Schumann-Haus erinnert. In einer kleinen Ausstellung erfahren Besucher mehr über das Leben der Schumanns in Leipzig und die zahlreichen Freunde und Gäste des Paares. Zudem ist Leipzig auch Gastgeber diverser Musikfestivals.

Mendebrunnen, Gewandhaus, Panorama Tower. Foto: Andreas Schmidt, www.leipzig.travel.de

Um die Leipziger Musikgeschichte für Besucher noch besser erlebbar zu machen, führt seit Mai 2012 die sogenannte „Notenspur“ durch die Stadt. Der 5 Kilometer lange Rundweg vermittelt Wissenswertes über die Komponisten und die Musikgeschichte der Stadt. 155 in den Boden eingelassene Metallintarsien verbinden Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Komponisten.
Das Museum der bildenden Künste besitzt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Mitteldeutschlands. Kunst der Gegenwart und aktuelle Tendenzen können u.a. in der 1998 eröffneten Galerie für Zeitgenössische Kunst, der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig und der G2 Kunsthalle betrachtet und diskutiert werden. „Kunstinseln” der besonderen Art stellen die Leipziger Baumwollspinnerei, das Tapetenwerk und das Kunstkraftwerk dar.

Völkerschlachtdenkmal / Foto: Andreas Schmidt, www.leipzig.travel.de

Parks und Gärten

Aber Leipzig hat nicht nur Sehenswürdigkeiten und Unterhaltung zu bieten. Mit dem Auenwald zieht sich auch eine in Europa einmalige Park- und Auenlandschaft wie ein grüner Gürtel durch die Stadt. Berühmt ist der Leipziger Zoo, zu dessen größten Attraktionen die Tropenerlebniswelt „Gondwanaland” sowie die weltgrößte Menschenaffenanlage „Pongoland” zählen. Im Botanischen Garten der Universität sind u.a. ein nach mittelalterlichem Muster angelegter Apothekergarten und ein Schmetterlingshaus zu besichtigen. Einen herrlichen Blick über alle Sehenswürdigkeiten und Parkflächen genießt man übrigens vom Völkerschlachtdenkmal. Deutschlands monumentalster Denkmalsbau erinnert, ebenso wie die Russische Gedächtniskirche, an die Gefallenen der Völkerschlacht vom Oktober 1813.

Stadt mit Zukunft

Leipzig hat sich seit Mitte der 1990er Jahre zum überregionalen Dienstleistungsstandort entwickelt. Ein hochmodernes Telekommunikationsnetz wurde installiert, zahlreiche Banken haben sich angesiedelt und mit DHL und Amazon ist die Stadt zu einem Drehkreuz im weltweiten Versandgeschäft geworden. Die Werke der Porsche AG und der BMW group haben die Stadt auch auf dem Automobilmarkt positioniert. Und seit 2016 spielt mit RasenballSport Leipzig wieder ein Leipziger Verein in der Fußball Bundesliga.

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