Das sind die Wellness Trends 2019/2020

    Während die einen schon vor Wochen den Bikini weinend zurück in den Schrank gelegt haben, kramen die anderen ihn gerade erst euphorisch aus: Wellnesszeit in Deutschland! Die Thermalbäder, Kurorte und Hotels des Landes fahren auf, reiben sich schelmisch grinsend die Hände, während die neuen Prospekte druckfrisch auf den Tresen landen. Und da ist einiges drin! Floating, Waldbaden, Mental Wellness, Fasten und Detox – die Wellness Branche hat einiges zu bieten. Auf die Handtücher, fertig, los!

    Ayurveda, Thalasso, Kneipp & Co

    So entspannt die klassische Rückenmassage auch sein mag, der Trend geht immer mehr in Richtung Naturheilverfahren. Der Renner nach wie vor: die Ayurveda. Dabei ist das ganzheitliche Gesundheitssystem aus Indien alles andere als neu – seit 5000 Jahren schwört man in Asien auf die Heilkunst, in der die Massagen tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Eine besondere Ernährung, Dampfbäder sowie Behandlungen der Haut mit diversen Pasten und Ölen machen die Ayurveda zu einem ganzheitlichen Erholungspaket. Auch die Thalasso Therapie erfreut sich immer größerer Beliebtheit, vor allem beim jüngeren Publikum. Das griechische Naturheilverfahren nutzt die Kraft des Meeres: in den Anwendungen werden Meerwasser, Meersalz, Meeresalgen und Meeresschlamm verwendet, das sorgt für ein starkes Immunsystem. Wellness mit Präventiv- und Kurativcharakter – das liegt im Trend, immer mehr Wellness- und Spa-Einrichtungen setzen daher auch auf die Kneippsche Medizin. Kneippgüsse und Wassertreten sind dabei längst nicht alles, vielmehr kommt es auch hier auf das Zusammenspiel der fünf verschiedenen Therapiebestandteile an: Ernährung, Bewegung, Wasser, Pflanzen und Balance.

    Mental Wellness

    Mental Coaching, Lebensberatung, Achtsamkeitsseminare, Kurse zum Thema Stressmanagement – heutzutage geht es längst nicht mehr nur darum, dem Körper etwas Gutes zu tun. Fast noch wichtiger ist ein gesunder Geist, daher wird “Mental Wellness” immer beliebter, gerade bei jüngeren Menschen, die sich im stressigen, digitalen Alltag nach mehr Gelassenheit, Freiheit und Ruhe sehnen. Fachkundige Trainer helfen bei verschiedenen Workshops und Seminaren dabei, wieder eine gesunde Work-Life-Balance zu erlangen und geben Methoden an die Hand, mit dem Alltag besser fertig zu werden. Die Treatments sind vielfältig, können mehrere Wochen in Anspruch nehmen oder auch schon bei einem kurzen Wellness Aufenthalt ausprobiert werden. Schon Yoga-Retreats fördern die mentale Gesundheit, genauso wie der mitunter neueste Wellness-Trend: das Waldbaden.

    Waldbaden

    Wer jetzt an schaumige, frei stehende Badewannen denkt, die auf Laubböden zwischen hohen Bäumen stehen, der hat zwar eine fabelhafte Vorstellungskraft, ist aber weit entfernt von der eigentlichen Waldbaden-Methode. Hierbei geht es weniger ums Wasser, sondern vielmehr um die heilende Wirkung der Natur. Waldbaden kommt aus Asien, dort heißt die Achtsamkeitspraxis “Shinrin-Yoku”. Menschen spazieren nicht nur durch Laub und Gestrüpp, sie setzen sich intensiv mit der Umgebung auseinander, jeder Sinn soll angesprochen werden. Das Geräusch über krackende Äste zu gehen, der Duft von ätherischen Ölen, die von den Bäumen abgesondert werden, das feuchte Moos in den Händen und das Licht, wenn die tief stehende Sonne durch die Baumkronen fällt – in Japan wird das Waldbaden mittlerweile als Therapieform per Rezept verschrieben, hier in Deutschland kann man das Erlebnis in vielen Wellnesshotels und Kurorten unter geschulter Leitung kennenlernen.

    Was Neues ausprobieren

    Waldbaden gehört in dieser Saison sicher zu den neuesten Trends und für viele auch zu den “besonderen” Angeboten, die unsere Wellnesswelt mittlerweile zu bieten hat. Dabei gibt es noch viel mehr. Die 25-minütige Unterarm-Massage zum Beispiel, gegen Smartphone Verspannungen. Kein Witz, das gibt es wirklich. Neu und modern ist auch das “Floating”: das schwerelose Treiben in einem mit konzentriertem Salzwasser gefüllten Wasserbecken. Deckel drauf und gut. Experten sagen, dass der Mensch mit dieser Methode vollkommen von der Außenwelt abgrenzt sei und sich dadurch ein besonders intensiver Entspannungszustand ergebe. Menschen mit klaustrophobischen Ängsten sollten hiervon lieber Abstand nehmen. Ganz oben mit dabei ist auch die “Lomi Lomi” Massage, auch als Hawaiianische Tempeltanz-Massage bekannt. Wie der Name schon erahnen lässt, stammt die Anwendung aus Hawaii. Die Merkmale: viel Öl, viel Kneten, viel Streicheln, Umarmen und Drücken. Wem das noch nicht crazy genug ist, der kann sich ja mal eine “Bird Poop Facial” – Anwendung gönnen. Eine Gesichtsmaske aus Vogelkot, die gegen Falten helfen soll. Derzeit wird die Kosmetikbehandlung nur in London angeboten. Wem Fliegen nichts ausmacht, der kann auch gleich nach Thailand und sich von Elefantenrüsseln massieren lassen oder in Indonesien die Arbeit echten Schlangen überlassen. Aber wie immer gilt: man muss auch nicht jeden Trend mitmachen.

    Fasten & Detox & einfach gesund essen

    Zugegeben, Detox, Fasten und “slow food” sind irgendwie immer Trend in der Wellness Branche, spätestens seit Smoothies und Avocados es in die deutschen Küchen geschafft haben. Aber der Trend lässt keinesfalls nach, ganz im Gegenteil: immer mehr Wellness Angebote integrieren eine gesunde, vitale Ernährung in das ganzheitliche Wohlfühlprogramm. Dabei kommt es längst nicht mehr nur auf die Kalorienanzahl der Gerichte an. Die Inhaltsstoffe der Lebensmittel und der Fokus auf regionale Produkte sind mittlerweile genauso wichtig wie die Zubereitung der Speisen. Daher bieten Wellnesshotels heute nicht mehr nur eine gesunde, vitale Küche an, sondern stehen dem Gast mit geschulten Ernährungsberatern zur Seite und bieten verschiedenste Ernährungsprogramme, individuell abgestimmt. Ob Paleo oder Lohas, Intervall- oder Basenfasten, vegan oder frei von Kohlenhydraten – den Geschmäckern sind keine Grenzen gesetzt.

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