In unserer dicht besiedelten, lauten Welt sind Nationalparke Inseln voller Ruhe und wilder Natur. Sie bewahren die Landschaft in ihrer einzigartigen Vielfalt mit Bergen, Wäldern, Tieren und Pflanzen. Vom seltenen Dreizehenspecht bis zum Borkenkäfer – im Nationalpark Schwarzwald ist Platz für alle. Bäume, die in Wirtschaftswäldern meist nur ein Drittel ihres natürlichen Alters erreichen, dürfen hier mehrere hundert Jahre alt werden – bis sie Licht und Platz machen für die nachfolgende Generation. Und auf scheinbar totem Holz sprießt neues Leben. Unter dem Motto des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ können die Wälder wieder eine Spur wilder werden.

Mut zur Wildnis
Der Natur das Ruder zu überlassen, erfordert Mut. Es braucht Courage, die Kontrolle abzugeben und nicht mehr selbst zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Dieser Mut schöpft sich aus dem tiefen Vertrauen in die Kraft der Natur. Wir können gespannt sein auf neue Waldbilder und Strukturen, auf das Schauspiel natürlicher und ungezähmter Entwicklung. Auf Wunder der Wildnis.

Grenzenloser Weitblick
Der Nationalpark Schwarzwald zieht sich zwischen Baden-Baden und Freudenstadt auf dem Höhenrücken des Nordschwarzwaldes entlang. Herrliche Fernblicke in die Rheinebene bis nach Frankreich hinüber und über die Hügelketten des Schwarzwaldes verleihen ihm einen unvergleichlichen Charakter.

Wildnis selbst erleben
Der Nationalpark ist nicht nur Heimat für Tiere und Pflanzen, sondern auch für die Menschen. Gäste können wandern, Rad fahren, Wintersport betreiben oder einfach nur entspannen und beobachten. Aus der Hektik des Alltags eintauchen in die Ruhe der Natur. Auf die Spuren der Wildnis gehen und kleine Wunder entdecken. Das Jahresprogramm bietet ein großes Angebot an Touren, Führungen und Vorträgen. Bei geführten Ausflügen wird die Natur anschaulich erlebbar. Kindergärten, Schulklassen oder Vereine können auf Anfrage mit geschulten Pädagogen durch die Wildnis streifen.

Schritt für Schritt zur Wildnis
Im Nationalpark Schwarzwald sind heute noch viele Spuren des menschlichen Wirtschaftens im Wald zu sehen. Deswegen ist er ein „Entwicklungsnationalpark“, d. h. der Mensch darf noch kleine Hilfestellungen geben, bevor man den Großteil der Fläche ganz der Natur übergibt. Spätestens nach 30 Jahren werden drei Viertel des Nationalparks sich selbst überlassen.



