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Niesky und seine besondere Geschichte

Mit industriell vorgefertigten Holzbauten, die weltweit exportiert wurden, sorgte die Christoph & Unmack AG für Furore. Anfang des 20. Jahrhunderts führte sie den europäischen Markt an. Von Wohnhäusern über Kirchen bis hin zu Funktürmen und Brücken reichte das Sortiment. Allein in Niesky sind rund einhundert Holzbauten der Firma bis heute erhalten. Das Berühmteste unter ihnen ist das Konrad-Wachsmann-Haus, welches nach seinem Architekten benannt wurde.

Foto: Touristinformation Niesky

Wachsmanns (1901–1980) Karriere begann in Niesky. Das Blockhaus, stilistisch mit dem Bauhaus verwandt, lädt als Museum für die Geschichte der Christoph & Unmack AG und Konferenzzentrum ein. Wer noch mehr erfahren möchte, kann eine Entdeckungstour unternehmen. Der Holzhauspfad führt in vier gartenstadtähnliche Werks- und Musterhaussiedlungen, die mit Kirche und Kindergarten aus Holz noch heute ein attraktives Wohnumfeld bildet.

Foto: Touristinformation Niesky

Die Stadt hat mit dem baulichen Erbe der Herrnhuter Brüdergemeine weitere Höhepunkte zu bieten. Der denkmalgeschützte Zinzendorfplatz mit seiner ländlich barocken Schlichtheit bildet den Mittelpunkt der auf einem symmetrischen Grundrissraster angelegten Stadt. Er wurde in einem bundesweiten Wettbewerb unter die zehn schönsten Plätze Deutschlands gewählt.

Das Johann-Raschke-Haus, das älteste Haus in Niesky, wurde 1742 von böhmischen Glaubensflüchtlingen, die sich der Herrnhuter Brüdergemeine angeschlossen hatten errichtet.
Das Haus des Leinewebers und ersten Ortsvorstehers Johann Raschke ist bis heute erhalten geblieben. Heute erfahren Sie hier alles zur Stadtgeschichte und können sich in der Touristinfo mit Ausflugstipps in die schöne Umgebung und Souvenirs ausstatten. Sehenswert sind außerdem das Alte Pädagogium (heute Stadtbibliothek), das Brüderhaus und die Knabenanstalt (heute Gymnasium) mit ihrer Turnhalle und der Wartturm. Unbedingt sollte man auch die Kirche der Brüdergemeine besichtigen, deren Innenraum im schlichten Weiß einem typischen Herrnhuter Betsaal entspricht, äußerlich aber dem Geschmack der Erbauungszeit 1875. Auch ein Gang über den Gottesacker, einem typischen brüderischen Friedhof in schlichter barocker Schönheit, ist zu empfehlen.

Foto: Touristinformation Niesky

Wussten Sie, dass in Niesky eine der ältesten Schulturnhallen Deutschlands steht, der Herrnhuter Adventsstern die Erfindung eines Nieskyer Mathematiklehrers ist oder der legendäre Straßenbahntyp „Hecht“, die Norderelbebrücke in Hamburg und der „Christoph-Diesel-Motor“ in den Nieskyer Fabriken produziert wurde? Die Industriegeschichte hat das kleine Niesky genauso geprägt, wie die Tradition der Herrnhuter Brüdergemeine. Und sie hat Niesky in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts international bekannt gemacht.

Museum & Touristinformation
Johann-Raschke-Haus Niesky
Zinzendorfplatz 8
02906 Niesky
Telefon (03588) 25600
museum@stadt-niesky.de
www.museum-niesky.de

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