Travemünde – Malerische Kulisse am Meer

Titelbild: Neue Seebrücke in Travemünde, © LTM – K.E. Vögele

Dicke Pötte, feiner Sandstrand und Ostseefeeling – das ist das Seebad Travemünde. Beim Bummel über die Flaniermeile der Strandpromenade lassen sich die faszinierenden Segeloldtimer, tuckernden Hochseefischerboote und riesigen Fährschiffe auf der Ostsee hautnah bewundern. Viereinhalb Kilometer lang schlängelt sich der feine Sandstrand vom Brodtener Steilufer bis zur Halbinsel Priwall und die Lübecker Bucht lädt zu herrlichen Segeltörns ein. Jedes Jahr sind hunderttausende Besucher bei der Travemünder Woche zu Gast, um die einmalige Kombination aus internationalem Spitzensport und maritimer Festivalmeile live zu erleben (19.-28. Juli). Travemünde hat sich in den letzten Jahren zu einem urbanen Seebad entwickelt, das mit einer Kombination aus Moderne und Tradition eine gelungene Verbindung geschaffen hat.

Passat in Travemünde – Priwall, © LTM – Manfred Krellenberg

Sturmerprobt- die PASSAT, Wahrzeichen von Travemünde

Travemünde beherbergt eines der schönsten Segelschiffe des Landes, die Viermastbark PASSAT. Das Schiff wurde bei der Hamburger Werft Blohm & Voss in Auftrag gegeben und lief 1911 vom Stapel. Es folgten einige Fahrten nach Chile und Reisen um Kap Hoorn. Die PASSAT war bis 1951 ein reines Segelschiff und wurde dann mit einem 1000 PS Motor versehen und zu einem frachttragenden Schulschiff umgebaut. Die letzte Reise machte das Schiff 1957 und ging nach fast 50jähriger Arbeit als sturmerprobte „alte Dame“ in den Ruhestand. Seit 1960 liegt die 115m lange PASSAT an der Travemündung und ist längst zum Wahrzeichen des Ostseebades geworden. 1978 wurde die Viermastbark in das Denkmalbuch für Kulturdenkmale eingetragen und steht seitdem unter Denkmalschutz.
Der Taufspruch 1911 lautete (Taufpatin Frau Gertrud Grau): „Der Sturm bedroht in der Nordsee den Segler. Dichter Nebel im verkehrsreichen Kanal bereitet Gefahr. Des Ozeans ganze Wucht trifft ihn in der Biscaya. Erst wenn der Wendekreis überschritten, zieht mit den vom Passat geschwellten Segeln das Schiff in schnellem Lauf seinem Ziele zu. Mögen günstige Winde Dich, Du stolzes Schiff, stets schnell und sicher in den schützenden Hafen geleiten. Diesem Wunsche soll Dein Name Ausdruck geben. Ich taufe Dich PASSAT.“
Tipp: Heute ist die Viermastbark PASSAT in Travemünde eine begehrte Hochzeitslocation. Das Standesamt Lübeck führt – bei Verfügbarkeit der für die Eheschließungen dort vorgesehenen Räume – regelmäßig Eheschließungen auf der PASSAT durch. Für Terminabsprachen zur Eheschließung bitte rechtzeitig mit dem Standesamt Lübeck in Verbindung setzen per E-Mail an standesamt@luebeck.de. Für die anschließende – kleine oder große – Hochzeitsfeier der Frischvermählten stehen insgesamt drei Veranstaltungsräume zur Auswahl.
Und hier noch ein Tipp für Romantiker: Die Hochzeitssuite an Bord der sturmerprobten PASSAT lädt zur unvergesslichen Hochzeitsnacht ein. Für die Hochzeitsgesellschaft stehen ausreichend Kabinen mit Schlafplätzen zur Verfügung. Infos zu den Räumlichkeiten gibt es per E­ Mail an schuleundsport@luebeck.de.

Fischereihafen Travemünde, © LTM – Liquid Photography

Ausgedehnte Strandspaziergänge mit frischer Meeresbrise und ein Besuch im urigen Fischereihafen bieten das ganze Jahr über maritime Sinnesfreuden. Wellness und Thalasso verwöhnen Körper und Geist. Die Saison wird mit dem traditionellen Anbaden (11. Mai) eröffnet und endet mit dem Herbstdrachenfest „Vom Winde verweht“ (03. – 06. Oktober). Ein Bummel entlang der Vorderreihe, der schönsten Einkaufsstraße Travemündes, vorbei am Kreuzfahrtterminal am Ostpreußenkai und ein Besuch im Straßencafe mit Blick auf die Travemündung laden zum Entspannen ein.
Wer sich über die glanzvolle Geschichte des Seebades informieren möchte, der ist im Seebadmuseum herzlich willkommen, und wer sich für die heimischen Meeresbewohner interessiert, der sollte einen Besuch in der Ostseestation auf dem Priwall einplanen. Der historische Leuchtturm erinnert an die Geschichte des alten Fischerstädtchens

Travemünde, das vor über 825 Jahren als Festung an der Travemündung gegründet wurde. Fährverbindungen ab Travemünde/ Skandinavienkai, dem größten Fährhafen Europas, ermöglichen spannende Kurztrips nach Skandinavien und ins Baltikum.

Alter Travemünder Leuchtturm, Abendstimmung, © LTM – Uwe Freitag

Hoch hinaus: Alter Leuchtturm in Travemünde

Der Alte Leuchtturm Travemünde ist der älteste Leuchtturm Deutschlands . Um 1330 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. 1534 zerstörten dänische Truppen den Turm. 1539 erbauten holländische Maurer den heutigen Leuchtturm. Das Leuchtfeuer wurde vermutlich zunächst als offenes Holzfeuer, später mit Hanföl-Lampen vor vergoldeten Hohlspiegeln betrieben. Der obere Turmteil brannte 1827 nach einem Blitzschlag ab. Er wurde im klassizistischen Stil erneuert und mit Petroleumlampen versehen. Ab 1903 leuchteten elektrische Bogenlampen, ab 1937 Glühlampen. Geographische Lage: 53° 57’ 44“ nördliche Breite, 10° 52’ 51“ östliche Länge Ostsee. Als technisches Kulturdenkmal wurde der Leuchtturm 1922 eingetragen. 1972 musste das Leuchtfeuer ausgeschaltet werden, da der Neubau des Maritim Hotels den Turm verdeckte. 1974 wurde auf dem Maritim ein neues Leuchtfeuer in Betrieb genommen.
2003/2004 wurde der Alte Leuchtturm grundsaniert. 12 000 Steine wurden bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern aus dem Mauerwerk, das bis zu einem Meter dick ist, heraus genommen und ersetzt. Zudem wurde die 600 Quadratmeter große Außenfläche komplett neu verfugt und der Turm auch innen teilweise neu verputzt. Für die umfangreichen Arbeiten investierte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Lübeck 250.000 Euro. Der Alte Leuchtturm Travemünde ist 31 Meter hoch und beherbergt nun auf acht Geschossen ein maritimes Museum, das Einblick in die Geschichte der Leuchtfeuertechnik gibt. Zu sehen sind Modelle von Feuerschiffen, verschiedene Seelaternen sowie ehemalige Lichtanlagen anderer Leuchttürme . An den Wänden hängen zahlreiche Fotos mit ausführlichen Informationen zu den Leuchttürmen, die zum Bereich des WSA Lübeck zählen. Über 142 Stufen führen die einzelnen Treppen in luftige Höhe. Auf der obersten Etage kann die noch funktionsfähige Anlage des Travemünder Leuchtturms mit 1000-Watt-Glühbirnen bewundert werden. Die rund umlaufende Aussichts-Galerie bietet zudem einen einmaligen Ausblick über den Skandinavienkai und die Travemünder Altstadt sowie über die Lübecker Bucht bis Grömitz und über die Küste von Mecklenburg Vorpommern. www.leuchtturm-travemuende.de

Travemünde – Musik am Meer

Die Konzertreihe “Travemünde – Musik am Meer“ bietet während der Saison vom 18. Juni bis 10. September einen musikalischen Reigen von Soul, Pop und Rock bis zur klassischen Orchestermusik.
Jeweils dienstags geht es zur blauen Stunde ab 17.00 Uhr mal wild, kuschelig, rockig und mal klassisch zu. Gespielt wird an den Strandterrassen und im Brügmanngarten. Egal welche Stilrichtung zu hören ist, es stehen immer Harmonie, Rhythmus, Lebensfreude und Spaß an der Musik an erster Stelle und sorgen für ausgelassene Stunden. „Musik am Meer – das sind Kurkonzerte 2.0. Unser Seebad hat ein neues Gesicht bekommen und mit unserer Konzertreihe freuen wir uns, unsere Gäste willkommen zu heißen. Mit den Füssen im Sand sollen unsere Konzerte Freude machen und ganz unbeschwert sein“, so der Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Christian Martin Lukas. Mit Blick auf die „großen Pötte“ bietet „Musik am Meer“ leise, emotionale, stimmungsvolle und mitreißende Livemusik und eine unvergleichlich schöne Location.

Strandkörbe in Travemünde (c) LTM – Borowiakziehe

In Travemünde zeigt sich die Ostsee von ihrer schönsten Seite. Die Sonne glitzert auf den Wellen und lockt zum prickelnden Bad im Meer. Der Strand ist wie geschaffen für lange Spaziergänge mit frischer Brise oder einfach nur Relaxen im Strandkorb mit Meeresblick. Tipp: Glück im Schlafstrandkorb! Übernachtung ab 55,00 Euro zzgl. Kurtaxe (buchbar vom 20. April – 30. September 2019). Für eine Tagesmiete von 19,00 Euro kann man den Strandkorb auch von 10.00 – 17.00 Uhr genießen. Auf Wunsch sind ein Strandfrühstück, ein Mondschein-Picknick-Korb und ein Romantikpaket on top buchbar.

Wer einmal die Vorzüge des Stadtlebens genießen möchte, der hat es bis zur Lübecker Altstadt nicht weit. Verwinkelte Gassen und Gänge, alte Kaufmannshäuser, das weltberühmte Holstentor und die sieben Türme der Altstadtinsel, die im Jahr 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, laden zum Lübeck-Ausflug ein.

www.luebeck­-tourismus.de

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