Insel Poel

Ostseeküsten-Radweg auf der Insel Poel Foto: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Die in der Wismarer Bucht gelegene Insel Poel empfängt ihre Besucher mit einer naturnahen Landschaft und viel Ursprünglichkeit.

Vielleicht liegt es an dem nur schmalen Brückendamm, der die Insel mit dem Festland verbindet, dass sich Poel seine Ursprünglichkeit bewahren konnte. Hier gibt es keine bunten Flaniermeilen oder lange Promenaden, dafür aber endlose, kräftig grüne Wiesen, unterbrochen von schnurgraden Feldern. Zwischen den knall gelben Rapsblüten ragen plötzlich zinnoberrote Dächer in den strahlend blauen Himmel empor und beschauliche Ortschaften am Wegesrand heißen Gäste und Urlauber willkommen.

Entspannen

Der feinpudrige Sand lädt zum Erholen und Entspannen mit dem sanften Klang des Meeresrauschens im Hintergrund ein und die Ostsee verspricht Abkühlung an heißen Tagen. Hier kann man noch Seevögel beim Brüten beobachten und majestätische Schwäne nutzen auf ihrer Reise gen Süden Poel als Refugium.

Action

Insel Poel gilt als echter Geheimtipp für Wassersportler. Der Hauptort Kirchdorf ist durch einen fjordartigen Meeresarm für Boote mit bis zu zwei Metern Tiefgang aus der Ostsee direkt ansteuerbar. Und in Timmendorf empfängt nicht nur die modernisierte Marina sondern auch der 1871 erbaute Leuchtturm Wassersportler, Angler und Schiffsausflügler. Auch Wasserski fahren, Kite-Surfen oder Tauchen kann man hier hervorragend.

Hafen von Timmendorf auf der Insel Poel Foto: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Festung Kirchdorf

Südwestlich von Kirchdorf auf der Insel Poel befinden sich die Überreste einer Festung. Es handelte sich dabei um eine von 1614 bis 1619 erbaute zweiteilige Anlage, bestehend aus einem Wall um eine Kirche herum und der unmittelbar benachbarten sternförmigen Festung.
Die Erdwälle des Befestigungssystems sind von beeindruckender Größe. Die vorgelagerten Wassergräben sind als Schilfzonen erkennbar. Die Festung zählt zu den besterhaltenen frühneuzeitlichen Festungsanlagen an der deutschen Ostseeküste.

Die Schanze wurde von Herzog Adolf Friedrich I. nach Plänen des Baumeisters Ghert Evert Piloot aus Emden errichtet. Sie war lange Zeit schwedisches Krongut und wurde schließlich im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt und verfiel in den weiteren Jahren. Die Gebäude wurden im 19. Jahrhundert stückweise abgetragen. Nur die Dorfkirche blieb als Backsteinbauwerk erhalten. Ein Modell der alten Festungsanlage ist im Inselmuseum Kirchdorf zu sehen.

Inselmuseum Insel Poel

Das Inselmuseum präsentiert auf über 250 qm eine umfangreiche und regional konsequent begrenzte Sammlung zur Natur- und Heimatkunde der Insel Poel. Eine ständige Ausstellung zum Leben und den Werken des Malers Karl Christian Klasen vervollständigt die wertvolle Sammlung. Im Außenbereich befinden sich ein Findlingsgarten sowie das Modell der ehemaligen Poeler Festungsanlage, die einmalig in ihrer Bauweise war.

Leuchtturm und Lotsenstation in Timmendorf Foto: Clemensfranz

Leuchtturm Timmendorf

Der Leuchtturm Timmendorf ist eines der Wahrzeichen der Insel Poel und einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme aus dem 19. Jahrhundert.
Besucher, die von der Seeseite kommen, sehen zuerst den Leuchtturm von Timmendorf. Das Leuchtfeuer wurde erstmals im Jahre 1871 in Betrieb genommen und 1931 auf seine jetzige Höhe (21 m) erweitert. Als Signalgeber an der Einfahrt zum Seehafen der Hansestadt Wismar ist der Leuchtturm bis heute von großer Bedeutung für den wieder zunehmenden Schiffsverkehr. Ein zweiter, kleinerer „Leuchtturm“ steht westlich von Gollwitz, im Norden der Insel Poel.

www.auf-nach-mv.de

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