Der Zauber des Niederrheins

Radpause an den Krickenbecker Seen Foto: NT Agentur Berns

Ruhe, Entspannung, Erholung… Das ist der Zauber des Niederrheins. Natur pur. Eine intakte Landschaft zwischen Rhein und Maas, die man förmlich schnuppern kann. Fernab von Hektik und Großstadttrubel. Aber reich an kulturellen Perlen.

Radfahrer vor Schloss Wissen, Foto: NT Agentur Berns

NiederRheinroute

Mit dem Fahrrad erliegt man schnell dem Zauber des Niederrheins. Mit über 2.000 Kilometern ist die NiederRheinroute das längste ausgeschilderte Radwegenetz Deutschlands. Sie führt durch Landschaften, die von Flüssen, Seen und Wäldern geprägt sind – vorbei an Burgen, Schlössern und Herrensitzen. Und ist überall in kleinen Abschnitten zu befahren.
Im Kreis Heinsberg etwa, wo mit dem Selfkant Deutschlands westlichster Zipfel weit in die Niederlande hineinragt und die Landschaft von der Heide geprägt ist. Hier lohnen Abstecher zur Selfkantbahn, einer Museumseisenbahn, oder zum Bergbaumuseum Schacht 3 in Hückelhoven, wo die Geschichte des Kohleabbaus unter Tage lebendig wird.

Selfkantbahn im Heinsberger Land, Foto Selfkantbahn

Die Künstlerdynastie

Im Begas-Haus in Heinsberg kann man die Geschichte der gleichnamigen Künstlerdynastie mit ihrer bedeutenden Sammlung erleben. Tipp für Schlemmerfreunde: Für gute Küche steht der Gourmet-Ort Wassenberg.
Weiter nördlich, im Kreis Viersen, überrascht die Natur rund um Venekoten mit der einzigen Wacholderheide des Niederrheins. Im Naturpark Schwalm-Nette erlebt man grandiose Landschaften um die Krickenbecker Seen mit bedeutenden Lebensräumen für seltene Tiere und Pflanzen. Kulturtipps: der Viersener Skulpturenpark mit Werken unter anderem von Mark di Suvero, Tony Cragg und Wang Du, die Schlossfestspiele Neersen und das Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath, das bäuerliches Leben in früheren Zeiten zeigt. Prädikat: absolut familienfreundlich.

LVR-Archäologischer Park Xanten Hafentempel / Foto: NT

Den Zauber des Niederrheins erleben

Mindestens einen Tagesausflug wert ist der LVR-Archäologische Park Xanten (APX). Er ist der größte archäologische Freizeitpark Deutschlands – und hat entsprechend viel zu bieten. Dort erfährt man, wie die Römer vor rund 2.000 Jahren am Niederrhein lebten in der Colonia Ulpia Traiana, wie Xanten damals noch hieß. Nicht weit entfernt kann man im SiegfriedMuseum dem Mythos vom sagenumwobenen Rheingold und dem Nibelungenlied nachspüren.

Schlossansicht Schloss Moyland, Foto: Maurice Dorren

Auf Spuren wandern

Auf den Spuren von Joseph Beuys wandelt man im Museum Schloss Moyland; es besitzt mit rund 6.000 Arbeiten die größte Sammlung an Werken des weltberühmten Aktionskünstlers.
Den Nachlass des bedeutenden Bildhauers Ewald Mataré beherbergt das Museum Kurhaus Kleve – wunderschön gelegen in den historischen Gartenanlagen der Stadt, die unbedingt einen Besuch wert sind. Gartenkunst allererster Güte zeigen auch die Terrassengärten von Kloster Kamp. Sie erinnern den Besucher mit ihrer Ausstrahlung an Sanssouci in Potsdam.
Weiter geht’s zum Rhein. Absolut sehenswert sind die Promenaden in Rees und Emmerich, eine Rundfahrt auf Deutschlands größtem Strom ist ein Erlebnis. Rechtsrheinisch ist die Industriegeschichte des alten Ruhrgebiets ganz nah – und doch bietet die Region faszinierende Naturerlebnisse in Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier erlebt man neben Wiesen, Äckern und Wäldern auch noch Moore. Und mit Wesel eine alte Hansestadt, die mit Dom und Zitadelle reich an Geschichte ist und mit dem neuen LVR-Museum viel über den Niederrhein zu erzählen hat.

www.niederrhein-tourismus.de

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