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Die Schusterstadt Preetz

“Das musst du gesehen haben”

Wald, Wasser und altes Gewerk prägt die Stadt Preetz und ihr Umland. Und besonders jetzt, in einer Zeit, in der viele Menschen Weite, Ruhe und Erholung suchen, ist die charmante Kleinstadt am Rande der holsteinischen Schweiz zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.

Schaut man sich die Schusterstadt Preetz aus der Vogelperspektive an, sieht man ganz viel Grün, viel Wasser und dazu die herausragenden rot-eingedeckten Dächer des adeligen Klosterareals. Preetz ist von der Schwentine durchzogen und von gleich drei Seen umgeben, dem Kirchsee, dem Lanker See und dem Postsee. Auch wenn Preetz mit rund sechszehntausend Einwohnern die größte Stadt des Kreises Plön ist, hat sie in weiten Teilen immer noch den Charme einer romantischen Kleinstadt. Der unglaubliche Erholungswert, den Preetz seinen Gästen zu jeder Jahreszeit bietet, hat sich mittlerweile rumgesprochen. „In den letzten zwei Jahren haben wir einen enorm großen Zulauf an Kurzurlaubern und Tagesgästen bekommen, die sich einfach bei uns einen schönen Tag machen wollen“, erzählt Hanne Schlapkohl vom Verein Schusterstadt (Touristinformation).

Entlang der alten Fachwerkhaus-Fassaden und Villen gibt es schöne Cafés zum Einkehren und viele Sehenswürdigkeiten, die man als Besucher auf einer kleiner Fuß- oder Radtour ganz wunderbar erkunden kann.
Wie beispielsweise das Heimatmuseum mit seiner Ausstellung über das beliebte Papiertheater, die Stadtkirche oder die alten Klosteranlagen entlang der Schwentine. Hier kann man dann auch direkt in die Anfänge der Stadtgeschichte eintauchen. Denn mit der Gründung des Klosters Anfang des 13. Jahrhunderts durch Graf Albrecht von Orlamünde begann auch das Leben in und um Preetz. Im Jahr 1226, fünfzehn Jahre nach der Gründung, schenkte der damalige Landesherr Adolf IV. von Schauenburg den Nonnen des Klosters den Flecken Preetz und sämtliche dazugehörige Ländereien. Heute ist das ehemalige Benediktinerinnenkloster ein adeliger Damenstift und immer noch eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Landes.
Auf einer geführten Tour kann man mehr über das damalige und heutige Leben im Preetzer Kloster erfahren. Oder man bestaunt bei einem Gang über das Klosterareal die alte faszinierende Architektur der zahlreichen Klosterbauten und kann bei einer Führung die Schätze in der Klosterkirche bestaunen, in den bunten Fenstern sind auch heute noch die Wappen Schleswig-Holsteinischer Adelsfamilien zu finden.

Vom Kloster geht es auf einem weiteren Rundweg den Schustergang entlang. Eigentlich ein „Muss“ für alle Besucher, schließlich verdankt die Stadt Preetz dieser alten Handwerks-Tradition ihren Beinamen „Schusterstadt“. Hier führt der Wege vorbei an einem Riesenholzpantoffel, zur Schusterskulptur auf dem Marktplatz und entlang ehemaliger Wirkungsstätten von Preetzer Schuhmachern. Im 19. Jahrhundert arbeiteten über 160 selbstständige Schaumacher in Preetz, 360 Gesellen und 160 Lehrlinge. Mit der Industrialisierung schrumpfte das Handwerk immer mehr. Der letzte seiner Zunft, Schuhmacher Lorenz Hamann, hat erst Ende letzten Jahres sein Geschäft in der Preetz altersbedingt aufgegeben. Einen Nachfolger fand er trotz langer Suche nicht. Immerhin führt er sein kleines privates Holzschuh-Museum in der Wakendorfer Straße erstmal weiter. Besucher, denen er von der guten alten Handwerks-Tradition erzählen kann, sind ihm stets willkommen.

Aber nicht jedes alte Handwerk stirbt in Preetz aus. Gerade erst hat eine junge Weberin ihren perfekten Platz gegenüber der Preetzer Stadtkirche gefunden. Marie Kopiske ist gebürtige Preetzerin und hat das traditionelle Weberei-Handwerk noch von ihrer Mutter gelernt. Nach vierjähriger Ausbildung im Wendland ist sie nun in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Wer Marie Kopiske beim traditionellen Weben von mehr als 500 Fäden über die Schulter schauen will, findet sie in der Preetzer Kirchenstraße gegenüber der Stadtkirche.

Hanne Schlapkohl schickt Gäste der Stadt gerne zu Marie. „Wenn Urlauber oder Tagesausflügler in unsere Touristen-Information kommen und fragen, was sie in Preetz Schönes machen können, nenne ich ihnen meine Lieblingstour: Rechtsseitig am Kirchsee entlang, vorbei am Kanuverleih, dann kommt ein nettes Restaurant für eine kleine Stärkung.

Über die Wehrbergbrücke an der Südspitze, weiter am Kirchsee bis zur Seestraße, dort steht man direkt vor der Stadtkirche. Ein Blick in die Stadtkirche lohnt sich. Gegenüber befindet sich die Weberei, hier kann man Marie dann noch zum Abschluß beim Weben zuschauen.

Die Touristen-Information in der Mühlenstraße gegenüber vom Marktplatz ist der ideale Startpunkt zu einer schönen Tour. Hier hat man dann die Qual der Wahl zwischen insgesamt 29 topographischen Wanderkarten mit Tourenlänge, Sehenswürdigkeiten und – ganz wichtig – Einkehrmöglichkeiten zum Aufwärmen am Wegesrand in und um Preetz.. Auf der sogenannten „Schusteracht“ (Rad-, Reit- und Wanderweg), einem in Form einer Acht verlaufenden Rundweg mit einer Nord- und einer Südschleife, die sich auf dem Marktplatz von Preetz treffen. Die Routen sind ähnlich lang, teilweise anspruchsvoll und unterschiedlich abwechslungsreich. Eine der Attraktionen der Nordschleife ist beispielsweise das Gut Rastorf. Es gilt als die schönste und einheitlichste Hofanlage des späten Barocks im Land. Entlang der Schwentine geht es auf der „Weißen Brücke“ über den Rosensee, der durch das Umstauen der Schwentine entstanden ist. Er ist die einzige Talsperre Schleswig-Holsteins. Vorbei an der Oppendorfer Mühle, durch den Klosterforst und entlang des Postsees führt der Weg zurück nach Preetz. Über die Südschleife geht oder fährt man entlang des Lanker Sees vorbei an Gut Kühren und Gut Wahlstorf, durch weitläufige Felder und vorbei an schmucken Dörfern..

Die Schusteracht rund um Preetz wird auch als geführte Rad- oder Wandertour angeboten. Die Schwentine, der Kirchsee und der Lanker See lassen sich sehr gut auf dem Wasser erkunden, dabei kann man auch die Wasservögel beobachten. Entsprechende Boote kann man beim Kanucenter Preetz mieten.

Die Schusterstadt Preetz kann viele Wünsche der Gäste erfüllen. Für jeden Geschmack findet sich das Passende. Die freundlichen Damen in der Tourist-Info beraten Sie gerne.

Schusterstadt Preetz e.V.
Mühlenstraße 9
24211 Preetz
Tel.: 04342 72 80 420
info@schusterstadt-preetz.de
www.schusterstadt-preetz.de

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